Mini-Muffins mit Kirschen

Schokoladige Schokoladen-Nougat-Cupcakes sind als Snack für Partys eher ungeeignet, wie ich im letzten Jahr feststellen musste. Ich habe aber dazugelernt und für eine diesjährige Party auf Muffins im Miniatur-Format gewechselt – ganz nach „Mit einem Haps sind die im Mund“. Trocken sollten sie auch nicht sein, also am besten mit etwas Obst (ganz nach Wunsch des Gastgebers), in meinem Fall mit Sauerkirschen aus der heimischen Pfalz.

Die Muffin-Form habe ich mir vor kurzem ganz günstig bei Aldi mitgenommen – Preis-Leistung top! Ich hatte keine passenden Papierförmchen, die Muffins ließen sich aber auch ohne(!) Einfetten super aus der Form lösen. Und da mich der Mini-Gugl-Hype noch nicht gepackt hat, reicht mir auch diese Mini-Muffins-Form :)
Das Rezept reicht für ungefähr 40 Mini-Muffins oder 12 normalgroße Muffins.

Zutaten:

etwa 40 Kirschen
120 g Margarine
100 g Zucker
1 Ei
250 g Joghurt oder saure Sahne oder 200 ml Buttermilch
250 g Mehl
½ Pck. Backpulver
1 Pr. Salz
1/2 Zitrone

1. Die Margarine mit dem Zucker schaumig schlagen, das Ei und den Joghurt (oder saure Sahne oder Buttermilch) hinzugeben und weiterrühren.

2. Die Schale der halben Zitrone abreiben, den Saft auspressen und beides hinzugeben.

3. Das Mehl mit dem Backpulver und dem Salz vermischen und unter die flüssige Masse rühren.

4. Den Teig in die Muffinformen geben. Bei Mini-Muffins eine Kirsche, bei normaler Größe mehrere Kirschen in den Teig drücken.

5. Die Mini-Muffins im vorgeheizten Backofen (Heißluft: 180 Grad) etwa 15 Minuten, die größere Variante 20 – 25 Minuten backen.

6. Die Muffins aus dem Ofen nehmen, kurz in der Form ruhen lassen und herausnehmen. Die abgekühlten Muffins mit Puderzucker bestäuben.

Cheese Puffs

Bei Facebook und instagram habe ich unseren lecker gedeckten Osterbrunchtisch schon gezeigt – es gab verschiedene Leckereien, unter anderem frisch gebackenes Haselnussbrot, ein Bergkäse-Quark-Aufstrich, Eier-Brötchen-Boote, Pistazien-Birnen-Tartelettes und sogenannte cheese puffs. Letztere stelle ich euch heute vor, der Rest folgt in nächster Zeit.

Kennt ihr das? Es gibt die Sachen, in die man reinbeißt und sie sind lecker. Dann gibt es aber noch die, in die man reinbeißt und man sich wünscht, man könnte darin baden und würde sich von nichts anderem mehr ernähren. Genau so erging es mir bei diesen cheese puffs.

Doch was sind cheese puffs? Käsebällchen! Kleine Teigsnacks mit viel Parmesan und Kräuter, in meinem Fall Oregano. Aber auch mit Rosmarin oder Thymian stelle ich mir sie sehr lecker vor! Vielleicht auch mal mit einem anderen Hartkäse – obwohl Parmesan mein absoluter Liebling ist! Mit Sesam oder Mohn verziert werden sie auch zum kleinen Hingucker! Zubereitet werden sie zwar etwas anders als sonstige Teigleckereien, aber man muss ja alles mal ausprobieren. Das Rezept habe ich von A Beautiful Mess und die haben es wiederum von Rachel Khoos Kochbuch „The Little Paris Kitchen“. Meine waren letztendlich nur irgendwie flüssiger als gewollt, darum sind meine nicht ganz so schön rund.

Zutaten:

120 ml Wasser
120 ml Milch
7 TL Margarine/Butter
1 TL Salz
1 TL Zucker
160 g Mehl
50 g + 25 g geriebener Parmesan
1 EL Kräuter, z.B. Oregano
4 Eier

1. Wasser, Milch, Margarine, Salz und Zucker zusammen in einen Topf geben und unter Rühren kochen bis die Margarine geschmolzen ist. Hitze herunterdrehen und nach und nach das Mehl einrühren. Keine Angst, das wird sehr schnell eine feste Masse.

2. 50 g Parmesan und Kräuter unterrühren. Immer weiterrühren – der Käse schmilzt und die Masse wird geschmeidiger.

3. Den Topf von der Kochplatte ziehen und die Teigmasse abkühlen lassen. Nach und nach die Eier hinzugeben und so lange rühren bis der Teig glatt ist.

4. Die Masse in einen Gefrierbeutel füllen, eine kleine Ecke abschneiden und 3 – 4 cm große Kreise auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech spritzen. Ihr braucht für die komplette Masse zwei Backbleche. Mit dem restlichen Parmesan und nach Bedarf mit Sesam, Mohn oder Gewürzen bestreuen. Im vorgeheizten Backofen (Ober- und Unterhitze: 180 Grad) für etwa 20 Minuten backen.

Pretzel and M&M Chocolate Cheesecake

Na, was glaubt ihr? Die Torte sei für einen Kindergeburtstag? Dass der Beschenkte gerade 22 Jahre geworden ist, lässt diese bunte Torte kaum vermuten. Doch steckt nicht in jedem von uns ein kleines bisschen Kind? Erwachsen kann man nämlich noch lange genug sein!

Der Salzboden ist Geschmackssache – ich persönlich würde ihn das nächste Mal durch einen Butterkeks-Boden ersetzen. Aber ohne Salzbrezeln klingt dieser Pretzel and M&M Chocolate Cheesecake wohl auch nur halb so gut? :) Ganz so schön wie bei Steph, von der ich das Rezept habe, ist meiner leider nicht geworden. Komischerweise ist ihr Boden auch etwas dicker und die Käsekuchenschicht dünner als bei mir – obwohl ich mengenmäßig alles genau nach Anleitung zubereitet habe. Das Einzige was ich ausgetauscht habe, ist die Salzbutter durch Margarine. Und Achtung: Diese Torte ist ein typischer american cheesecake, also sehr mächtig! ;)

Zutaten:

Boden:
200 g Salzbrezeln (diese kleinen, keine normalen Brezeln) *alternativ Butterkekse
2 EL Zucker
175 g Margarine

Käsekuchenschicht:
400 g Frischkäse
120 g Zucker
1 EL Zitronensaft
1 TL Zitronenzesten
1 TL Vanilleextrakt
2 große Eier

Schokoladenschicht:
175 g Zartbitterschokolade
70 g Margarine
3 große Eigelb
60 g Puderzucker
120 g Sahne whipped to soft peaks
M&Ms

1. Für den Boden die Salzbrezeln zu feinen Krümeln zerkleinern (z.B. im Gefrierbeutel). Margarine schmelzen und zusammen mit dem Zucker zu den Brezeln geben und verrühren. Den Boden einer 20 cm großen Springform mit Backpapier auslegen und mit Margarine ausstreichen. Die Salzbrezel-Mischung hineingeben und fest am Boden andrücken. Für 10 Minuten im vorgeheizten Backofen (Ober- und Unterhitze: 180 Grad) 10 Minuten backen. Herausnehmen und abkühlen lassen.

2. Den Ofen auf 160 Grad herunterdrehen. Für die Käsekuchenschicht mit einem Handrührer den Frischkäse mit dem Zucker verrühren bis die Masse geschmeidig ist. Zitronensaft, -zesten und Vanilleextrakt dazugeben und verrühren. Die Eigelb hinzugeben und bei geringer Geschwindigkeit verrühren. Die Eiweiß steif schlagen und unter den Rest heben. Die Masse auf dem Brezel-Boden verteilen und für 30 Minuten backen (evtl. etwas länger – die Mitte sollte relativ fest sein!). Gegen Ende vielleicht mit Alufolie abdecken, bevor die Masse zu dunkel wird. Die Form herausnehmen, für eine Stunde draußen abkühlen lassen, dann in den Kühlschrank stellen bis es komplett ausgekühlt ist.

3. Für die Schokoladenschicht die Schokolade zusammen mit der Margarine schmelzen. Beiseite stellen zum Abkühlen. In der Zwischenzeit die Eigelb mit dem Puderzucker über einem Wasserbad leicht(!) erhitzen. Die Masse sollte 70 Grad nicht überschreiten, also lieber mit etwas Geduld, bevor ihr nämlich Rührei bekommt. Die Masse dabei kontinuierlich rühren bis sie etwas dicker wird (dauert ca. 10 Minuten). Die Schokoladenbutter dazugeben – den Topf auf Eis stellen und etwa 2 Minuten weiterrühren bis die Masse abgekühlt ist. Die Sahne fast komplett steif schlagen und unterrühren. Die Masse auf die Torte geben, glatt streichen, mit den M&Ms dekorieren und für mehrere Stunden, besser über Nacht, kühl stellen.

Sushi

Ich bin wohl ein typisches Dorfkind. Mein Ort hat ungefähr 2000 Einwohner – wirklich nicht viel – aber ich mag es hier! Die nächstgrößere (namhaftere) Stadt ist Mannheim, bis dorthin sind es aber doch einige Kilometer. Dorfleben ist trotzdem klasse. Dennoch gibt es natürlich auch ein paar kleine Negativpunkte. Abgesehen davon, dass es hier im Dorf nicht mehr als zwei Bäcker und zwei Metzger gibt (wuhu!), fehlt es auch im näheren Umfeld an gewissen Dingen, die es in Großstädten wie Sand am Meer gibt. Dazu gehören beispielsweise die wunderbaren Frozen Yoghurt Läden und eben auch Sushi Bars.

Genau deshalb muss man sich zu helfen wissen (und nicht jedes Mal den Weg nach Mannheim auf sich nehmen), sondern einfach mal Sushi selbstmachen. Es nimmt zwar viel Zeit in Anspruch, dennoch kann man seine Makis, Inside Outs und Nigiris ganz nach eigenem Geschmack zubereiten.

Dieser Eintrag wird heute mal etwas ausführlicher. Wenn man noch nie Sushi gemacht hat, muss man sich erst einmal einen Überblick verschaffen – was brauche ich alles? Wie koche bzw. bereite ich den Reis vor? Welcher Fisch eignet sich? Welches Gemüse? Zubehör? Saucen?

Ich hoffe, ich kann euch ein klein wenig helfen. Falls jemand noch weitere Tipps oder tolle Rezeptideen hat – gerne einfach im Kommentar erwähnen :>

Reis

300 g Sushi-Reis
4 EL Reisessig
3 EL Mirin Reisweinwürze *optional
2 EL Zucker
1/2 TL Salz

1. Den Reis gründlich waschen bis das Wasser klar ist. Nach Packungsanleitung kochen.

2. Den Reisessig zusammen mit der Reisweinwürze, dem Zucker und Salz so lange rühren bis sich Zucker und Salz aufgelöst haben.

3. Das Reisessig-Gemisch in den gekochten (heißen) Reis einarbeiten und diesen in einer größeren Schüssel/Schale flach ausbreiten, sodass er gut abkühlen kann.

Tipp: Um den Reis dann auch später besser auf dem Nori-Blatt ausbreiten und formen zu können – eine Schüssel mit Wasser und etwas Reisessig bereitstellen. Die Hände dann vor jeder Sushirolle darin anfeuchten.

Sauce:

Sojasauce
Mayonnaise
japanische Chili-Gewürzmischung (Hichimi Togarashi, z.B. von „S&B“)

1. Sojasauce mit etwas Mayonnaise und der Gewürzmischung gut verrühren.

Wasabi-Sauce:

Wasabipulver
Wasser

1. Wasabipulver mit relativ viel Wasser anrühren, sodass eine flüssige Sauce entsteht. Diese kann man dann auch ins Sushi geben – aber vorsichtig dosieren, Wasabi ist sehr scharf!

2. Das Wasabipulver mit etwas weniger Wasser anrühren (oder fertige Wasabipaste verwenden) – super als „Dip“ für das fertige Sushi am Ende.

weitere Zutaten:

Lachsfilet
Thunfischfilet
Jakobsmuscheln
Surimi (Krebsfleischimitat)
Avocado
Gurke
Karotte
Schnittlauch
Sesam, schwarz und weiß
Nori Algenblätter

Zubehör:
Bambusmatte

Beim Fisch auf sehr gute Qualität und Frische achten, da ihr den Fisch ja roh esst!

1. Den Fisch in etwas breitere und das Gemüse in dünnere Streifen schneiden (wie ihr euer Sushi mögt).

2. Zum Rollen zuerst die Nori Algenblätter etwas zurechtschneiden (ich habe an der breiten Seite etwa 3 cm abgenommen). Ein Noriblatt mit der glatten Oberfläche nach unten auf die Bambusmatte legen, sodass die breitere Seite zu einem zeigt (siehe Bild 1).

3. Den Reis mit den angefeuchteten Händen (siehe Tipp oben) mittig auf dem Noriblatt verteilen und andrücken (Bild 2).

4. Nach Belieben mit einer Sauce, Fisch und/oder Gemüse belegen (Bild 3 und 4).

5. Das Ende des Blattes mit dem Essigwasser anfeuchten. Zusammen mit der Bambusmatte aufrollen. Darauf achten, dass man alles fest andrückt, sodass später nichts herausfällt. Am Ende verkleben.
(Auf Youtube & Co. gibt es zahlreiche Videos zum Sushirollen, wenn ihr Sushi-Anfänger seid, hilft euch das ungemein)

6. Ein scharfes Messer mit dem Essigwasser anfeuchten und vorsichtig Stücke abschneiden (beim Schneiden nicht zu fest drücken!).

Zum Sushi könnt ihr dann Wasabi, eingelegten Ingwer und Sojasauce zum Dippen servieren.

P.S.: Vielleicht (oder sehr wahrscheinlich) gibt es bessere, schnellere und tollere Sushi-Anleitungen und Tipps – aber ich bin ja auch kein Sushi Meister :)